Letzte Aktualisierung:
14. Jänner 2019


Ausdruck vom:
20. März 2019


http://www.transscript.at

Definition Schriftdolmetschen

Schriftdolmetscherin Gudrun Amtmann im Eventsetting

Gudrun Amtmann, Eventsetting; © Foto: Martin Lusser

Schriftdolmetschen, auf Englisch „speech-to-text-interpreting“ (STTI), wird international schon seit Jahrzehnten als Zusatzkommunikationshilfsmittel für Hörbeeinträchtigte eingesetzt. Hier gibt es unterschiedliche Formen der technischen Umsetzung. Der ÖSB hat in Österreich die Methode der „konventionellen Textverarbeitung mittels Laptop“ gewählt, um diese Disziplin österreichweit einzuführen.

Die Übertragung wird mithilfe einer externen Tastatur und unter Nutzung eines persönlich und individuell programmierten Kürzelsystems vorgenommen, wodurch die geforderte Geschwindigkeit erzielt wird.

Beim Schriftdolmetschen wird das gesprochene Wort wortwörtlich oder inhaltlich zusammengefasst mitgeschrieben, sodass der hörbeeinträchtigte Mensch zeitgleich oder nach Beendigung des Gesprochenen vom Bildschirm der Schriftdolmetscherin/des Schriftdolmetschers, von der Leinwand (mittels Beamer) oder vom externen Monitor mit nur kurzer, beim Dolmetschen üblichen, Zeitverzögerung mitlesen kann.

In Abhängigkeit vom Grad der Hörschädigung, der Geschichte und der Ursache der Höreinschränkung und dem individuellen sozialen Status haben Hörbeeinträchtigte (Gehörlose, Schwerhörige und Spätertaubte) ganz unterschiedliche Bedürfnisse in der Kommunikation. Deshalb benötigen sie unterschiedliche Kommunikationshilfen, die je nach der gegebenen Situation zum Teil nebeneinander Verwendung finden müssen. Was für den einen Hörbeeinträchtigten zum Verstehen richtig und wichtig ist, kann für den anderen ungeeignet sein.

Hinweis: Einige Informationen dieser Seite wurden vom DSB (Deutscher Schwerhörigenbund) übernommen, der in diesem Bereich noch längere Erfahrungen als ÖSB-trans.SCRIPT vorzuweisen hat.