Letzte Aktualisierung:
8. Feber 2017

trans:SCRIPT Schriftdolmetsch

Definition


@ Martin Lusser: Gudrun Amtmann / Eventsetting
 

Was bedeutet „Schriftdolmetschen“?

Schriftdolmetschen, auf Englisch „speech-to-text-captioning“, wird international schon viele Jahre als Zusatzkommunikationshilfsmittel für Hörbeeinträchtigte eingesetzt. Hier gibt es unterschiedliche Formen der technischen Umsetzung, wobei der ÖSB in Österreich die Methode der „konventionellen Textverarbeitung mittels Laptop“ gewählt hat, um diese Disziplin österreichweit einzuführen.

Die Übertragung wird mithilfe einer externen Tastatur und unter Nutzung eines persönlich und individuell programmierten Kürzelsystems vorgenommen, wodurch die geforderte Geschwindigkeit erzielt wird.

Beim Schriftdolmetschen wird das gesprochene Wort wortwörtlich oder inhaltlich zusammengefasst mitgeschrieben, sodass der hörbeeinträchtigte Mensch zeitgleich oder nach Beendigung des Gesprochenen vom Bildschirm, von der Leinwand (mittels Beamer) oder vom Monitor mitlesen kann.

In Abhängigkeit vom Grad der Hörschädigung, der Geschichte und der Ursache der Höreinschränkung und dem individuellen sozialen Status haben Hörbeeinträchtigte (Gehörlose, Schwerhörige und Spätertaubte) ganz unterschiedliche Bedürfnisse in der Kommunikation. Deshalb benötigen sie unterschiedliche Kommunikationshilfen, die je nach der gegebenen Situation zum Teil nebeneinander Verwendung finden müssen. Was für den einen Hörbeeinträchtigten zum Verstehen richtig und wichtig ist, kann für den anderen ungeeignet sein.

Hinweis: Einige Informationen dieser Auflistung wurden vom DSB (Deutscher Schwerhörigenbund) übernommen, der in diesem Bereich schon jahrelange Erfahrungen vorzuweisen hat. Wir werden auch künftig mit dem DSB sehr eng kooperieren in punkto Fortbildung für Schriftdolmetscher und Weiterentwicklung der Disziplin.