Letzte Aktualisierung:
9. Oktober 2017

trans.SCRIPT - Hand mit Ohr

Allgemeines

An dieser Stelle sei zunächst allen Projektpartnern aus Deutschland (Dr. Dirk Kuntscher, Jürgen Böscher und Elke Heerich von bkp; Renate Welter, Mario Kaul, Gudrun Brendel vom DSB) der Slowakei (Dana Zelenakova, Marcela Novakova von VSE/RWE) und Österreich (Gerhard Senkyr von VOX/ÖSB) herzlich gedankt. Ohne sie wäre die Etablierung dieser Disziplin, die eine wichtige Hilfestellung für hörbeeinträchtigte Menschen in Österreich darstellt, nicht möglich gewesen. DANKE!
* Mag. Brigitte Slamanig und Mag. Harald Tamegger im Namen des ÖSB

Teil des EU-Projektteams aus D, SLK und �



ÖSB-SCHRIFTDOLMETSCHZENTRALE

Wie kam es zur Entstehung der ÖSB-trans.SCRIPT-Schriftdolmetschzentrale, die mit Oktober 2011 offiziell den Betrieb aufgenommen hat? Dem ging ein zwei Jahre dauerndes EU-Projekt voraus, im Zuge dessen auch die ersten Personen zu Schriftdolmetschern in Österreich ausgebildet wurden. Hier etwas zur Geschichte:

ENTSTEHUNG DES EU-PROJEKTS

Der Österreichische Schwerhörigenbund Dachverband (ÖSB) war von September 2009 bis September 2011 an einem 3-Länder-EU-Projekt mit dem Titel "Verbreitung der SchriftdolmetscherInnenausbildung in Österreich und der Slowakei durch E-Learning zur Unterstützung hörgeschädigter Menschen" beteiligt. Die beteiligten Länder und Organisationen waren Deutschland (DSB, Deutscher Schwerhörigenbund und Firma bkp), Slowakei (Firma VSE/RWE) und Österreich (ÖSB, Österreichischer Schwerhörigenbund).

Einen Infoflyer dieses Projekts finden Sie hier als Download.

AUSBILDUNG MITTELS E-LEARNING UND PRÄSENZTREFFEN

Nachdem die Kandidaten gefunden waren, begann die achtmonatige Ausbildung. Der Großteil der Lerninhalte wurde mittels E-Learning absolviert, die restlichen Teile in monatlichen Präsenztreffen/Kurstagen und Praktikastunden abgehandelt.

GEWÄHRLEISTUNG DER NACHHALTIGKEIT

Für das EU-Projektteam war dies aber nur ein Teil der Arbeit. Die Nachhaltigkeit zu gewährleisten und die sozialpolitische Verankerung zu forcieren waren und sind ebenso Teil des Projektabkommens. Im Sinne der Gewährleistung der Nachhaltigkeit wurde auch die ÖSB-trans.SCRIPT-Schriftdolmetschzentrale ins Leben gerufen und weitere Lehrgänge in Kooperation mit dem BFI Wien durchgeführt.

* Mag. Harald Tamegger/ÖSB

ÖSB-SCHRIFTDOLMETSCHZENTRALE
INFOPLATTFORM - EINSATZBUCHUNG

Mit Oktober 2011 startete der ÖSB offiziell seine Schriftdolmetschzentrale.

Diese Homepage dient als Informationsplattform für interessierte Klienten und gibt auch die Möglichkeit, die Schriftdolmetscher direkt zu kontaktieren und die Auftragsvergabe über die Zentrale abzuwickeln.

KÜNFTIGE AUSBILDUNGEN

Es ist uns bewusst, dass wir im Augenblick die große Nachfrage nicht so leicht abdecken können, da wir im Rahmen des nun abgelaufenen EU-Projekts nur eine kleine Anzahl von Personen ausbilden konnten. Wir versuchen, wie aktuell mit dem BFI-Wien, weitere Ausbildungen anzubieten. Aktuell läuft eine Ausbildung, die im April 2016 begonnen hat. Wir brauchen Schriftdolmetscher in und aus allen Bundesländern!

KEINE UNTERSTÜTZUNG DER ÖFFENTLICHEN HAND

Der ÖSB weist darauf hin, dass wir die Schriftdolmetschzentrale aus eigener Kraft, ohne jegliche finanzielle Unterstützung seitens der öffentlichen Hand und ausschließlich mit ehrenamtlichen Mitarbeitern ins Leben gerufen haben und bis dato auch ehrenamtlich betreiben. Leider wurden seit den ersten Bestrebungen des ÖSB seit dem Jahr 2004 zur Etablierung dieser Disziplin in Österreich alle Ansuchen um finanzielle Mithilfe beim Aufbau einer Schriftdolmetschzentrale von den zuständigen Stellen abgelehnt. Dies, obwohl Schriftdolmetschen international (Skandinavien, England, Deutschland, Schweiz, USA, etc.) seit Jahren eine anerkannte Kommunikationshilfe für Hörbeeinträchtigte darstellt. Ohne die Kooperation mit den deutschen Kollegen der Firma bkp wäre auch das EU-Projekt nicht zustande gekommen, das erst den Startschuss zur Etablierung der Disziplin in Österreich ermöglicht hat.

Vielleicht kommt es noch zu einem Umdenken bei den zuständigen Stellen, schafft der ÖSB doch mit der Einführung der Disziplin nicht nur eine Hilfe für Hörgeschädigte, sondern auch neue Arbeitsplätze in einem in Österreich neuen und jetzt schon sehr gefragten Berufsfeld.